Barfußschuhe und das Leben …

Über das „Barfuß-Sein“ und ein guter Satz auf der Homepage von Barfußschuhen …

Ich habe heute auf der Seite von „Leguano“ (Vertrieb/Verkauf von Barfußschuhen) folgenden Satz gelesen und dabei einen „Aha-Effekt“ gehabt:

Wer mit nackten Füßen durchs Leben geht, kann auch nicht eingeengt werden….“

Kinder lieben es, barfuß zu laufen, und ich auch …

Schon als Kind und Jugendliche lief ich lieber barfuß durch die Gegend. Ich finde ganz schlecht Schuhe für mich und wenn ich ein Paar gefunden habe, habe ich vorher sehr lange nach ihnen gesucht.

Was haben nun Barfußschuhe mit dem Leben zu tun?

Während meiner Reha vor über zwei Jahren entdeckte ich die „Barfußschuhe“ und kaufte sie mir. Ich liebe sie und wenn ich die Wahl habe, trage ich lieber meine Barfußschuhe, als irgendwelche anderen. Ich möchte sie nie wieder hergeben, denn wenn ich in ihnen laufe, fühlt es sich wirklich so an, als ob ich barfuß gehe …

Schick ist zwar etwas anderes aber: Ich bin nicht eingeengt.

Und genau DAS ist es, was mich ausmacht, schon seit meiner Kindheit: Ich lasse mich ungern in Dinge zwängen, die mir/zu mir nicht passen. Ich brauche meine Freiheiten und liebe es, Grenzen, die andere gesetzt haben, zu durchbrechen (natürlich berücksichtige ich dabei die Gesetze unserer Gesellschaft und achte darauf, dabei niemandem zu schaden).

Die Bedeutung vom „barfuß-sein“, übertragen auf unser Leben …

„Barfuß-sein“ bedeutet für mich, meine Verbindung zur (Mutter) Erde zu pflegen. Ich liebe alle Lebewesen (außer Mücken und Zecken …- da muss ich noch an meiner Einstellung arbeiten), ich liebe alle Pflanzen (für mich gibt es kein Unkraut) und ich liebe unseren Planeten.

Wenn ich in „falschen Schuhen“ laufe, stelle ich nicht nur fest, dass mir Füße, Knie und der Rücken schmerzen, sondern ich fühle dabei auch inzwischen die Einengung meiner Seele, meines Körpers, meiner Ansichten und meines Wesens.

„In falschen Schuhen“zu sein, übertrage ich immer öfter damit, das zu tun oder zu er-tragen, was für mich nicht passt …

 

Einmal „barfuß“, immer „barfuß“?

Wer einnmal in Barfuß-Schuhen gelaufen ist, weiß, dass man nach den ersten Stunden tatsächlich Fußmuskelkater hat. Direkt an der Sohle …

Einfach unglaublich und beeindruckend, finde ich. Denn tatsächlich stellt sich dabei heraus, was wir damit unserem Körper antun, regelmäßig in „falschen Schuhen“ zu laufen: Unsere Muskulatur an den Sohlen verkümmert, andere Muskeln und Gelenke werden überfordert …

Wer einmal „schmerzfrei lebt“, will es sicher nicht mehr missen …

Übertragen auf das wirkliche Leben …

Und nun stellt euch vor, ihr würdet ein Leben leben, das für euch nicht passt: Euer echtes Wesen, eure Antreiber und Eure Talente „verkümmern“ … Genau so, wie es eure Füße in den falschen Schuhen tun …

Bei vielen kann das dann der Anfang eines Burnouts sein…

Warum ich heute in jeder Hinsicht lieber „barfüßig“ bin …

Ich selbst habe mich irgendwann in „die falschen Schuhe“ packen lassen und habe am Ende den Burnout erlebt.

Seit meiner Genesung und nach vielen Reflexionen gibt es für mich in den meisten Stunden meines Lebens nur noch Barfußschuhe, auch wenn mich andere schief dabei ansehen. Es sind schließlich meine Füße und nicht deren.

Seit dem ich auch mich selbst, mein Leben und meine Ansichten nicht mehr in die Schubladen anderer packe, entdecke ich Möglichkeiten, die ich früher nicht wahrgenommen habe. Heute sage ich, wenn die Schublade oder die Schuhe nicht passen, einfach „Nein“. Es ist schließlich meine Freiheit und nicht die Freiheit der anderen und es ist mein Leben, mit all meinen Talenten, Fähigkeiten, Antreibern und Wesenszügen …

Wenn der Wille da ist, die Umstände aber nicht passen?

Ja, darüber kann ich auch ein Lied singen. Aber auch, dass es möglich ist, die Umstände passend zu machen. Denn solange wir unsere Umwelt als nicht passend empfinden, halten wir auch noch an den „alten Schuhen“, sprich an unserem alten Leben fest.

Aber wie lässt man dann los?

Hier kann ein Coach helfen. Denn oft genügt jemand, der eine andere Sicht auf die Dinge hat und Möglichkeiten sieht, die man selbst nicht gesehen hat. Natürlich sagt einem ein Coach nicht, was man tun soll. Da ist es genau so, wie mit einem guten Schuhverkäufer. Die Fähigkeit eines guten Coaches lässt sich daran erkennen, dass er uns leitet, uns Tore und Türen zeigt und am Ende wir uns für das entscheiden, was für uns stimmig ist.

Wer Interesse an einem kostenlosen Erstgespräch zu meinen Coachings hat, kann mir gerne per Kontaktformular schreiben.

 

(Fotos: Pixabay.com)

2 Kommentare
  1. J. W.
    J. W. says:

    Sehr bildhaft umgeleitet das Thema Freiheit, Autonomie und Selbstwahrnehmung. Macht immer wieder Spaß die Texte von Deborah zu lesen. Sie lesen sich so flüssig und sind tiefsinnig, teilweise auch spannend. Vielen Dank

    Antworten
    • Deborah Bichlmeier
      Deborah Bichlmeier says:

      Vielen Dank für Dein Feedback. Das freut mich sehr. Ich freue mich immer wieder, wenn meine Blogbeiträge gelesen werden und auch wenn ich Rückmeldungen erhalte.

      Antworten

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