Vegane Kinder? Riskant oder gesund?
Immer wieder erreichen mich Hilferufe von Müttern, deren Teenager im Alter von 10 bis 16 Jahren von heute auf morgen nur noch vegan leben wollen.
Aus diesem Grund habe ich einen Ernährungsexperten, der auch mich berät und den ich schon seit zwei Jahren mit seiner Community „Vegan Leben“ näher kennen lernen durfte, gefragt, ob er einen Blogbeitrag für das Gästesofa von Mama Brennt schreiben will.
Er hat JA gesagt.
Nachfolgend könnt ihr den Blogbeitrag von Oliver Haas, veganer Ernährungsberater, lesen.
Und ihr bekommt sogar noch ein super Angebot, als Leserin des Blogs Mama Brennt.
Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei spezifischen Fragen zur Ernährung deines Kindes sprich bitte mit eurer Kinderärztin oder einer pädiatrischen Ernährungsfachkraft.
Liebe Mama, dein Kind will vegan leben?
Atme erst mal durch
Was jetzt wirklich wichtig ist. Und was nicht.
Es ist Freitagabend. Du hast Spaghetti Bolognese gekocht. Das Lieblingsessen deines Kindes, seit es Zähne hat. Und dann sagt es: „Mama, ich esse das nicht mehr. Ich lebe jetzt vegan. Kein Fleisch, keine Milch, kein Käse, kein Ei, kein Fisch.“ Und in dir? Eine Sekunde Stille. Dann zehn Gedanken gleichzeitig. Sorge. Überforderung. Vielleicht auch ein kleiner Moment Stolz, weil dein Kind sich bewusst Gedanken macht um sein Essen. Und wahrscheinlich auch dieser ganz ehrliche Gedanke, der dennoch in dir rumort: Bitte. Nicht jetzt auch noch das.
Als Ernährungsberater für rein pflanzliche Ernährungsweise kenne ich so was aus Gesprächen mit nicht-vegan lebenden Menschen und sage dir eines: Du bist nicht kompliziert. Du bist nicht engstirnig. Du bist einfach eine Mutter, die sich Sorgen um die Gesundheit ihres Kindes macht. Völlig verständlich.
Erst mal durchatmen
Bevor wir über B12, Calcium oder über die Frage reden, ob dein Kind morgen umkippt, lass uns kurz bei dir bleiben.
Wenn dich das nervt, gibt es dafür Gründe. Schule, Job, Termine, Allergien, Vorlieben, „Mama, wo ist meine Trinkflasche?“ am Morgen, und jetzt sollst du auch noch vegane Ernährung meistern, weil dein Kind sich das in den Kopf gesetzt hat.
Aber eines darfst du verstehen: Dein Kind sucht seinen eigenen Weg. Und es kommt damit zu dir. Nicht zu Google, nicht zu einer Freundin, nicht heimlich. Das ist Vertrauen. Auch wenn es sich gerade eher wie eine Zusatzaufgabe anfühlt
Was die Forschung sagt
Vegane Ernährung bei Kindern ist nicht das Drama, das manche Schlagzeilen daraus machen. Kinder können mit einer gut geplanten rein pflanzlichen Ernährungsweise normal wachsen. Gleichzeitig gibt es Nährstoffe, auf die man achten muss: vor allem Vitamin B12, außerdem Calcium, Jod, Eisen und Omega-3.
Das heißt nicht, dass jetzt alles kompliziert wird. Aber es heißt: B12 supplementieren, jodiertes Salz verwenden, und ein Blutbild bei der nächsten Kinderarzt-Vorsorge gehört dazu. Mehr braucht es am Anfang oft gar nicht. Du musst dafür keine Ernährungswissenschaftlerin werden. Es reicht, wenn du weißt, worauf es ankommt.
Wie reagieren andere Mütter?
In Gesprächen mit Müttern, mit Jugendlichen und in meiner Community sehe ich immer wieder drei Muster.
Manche sagen: „Das machen wir nicht. Du isst, was auf den Tisch kommt.“ Dann wird Essen schnell zum Machtkampf. Das Kind macht dicht und isst einfach insgesamt weniger. Das heißt auch: weniger Nährstoffe. Am Ende wird das Abendessen anstrengender, nicht einfacher.
Andere sagen: „Okay, dann koch du halt selbst.“ Klingt erstmal fair. Ist für einen Teenager aber oft zu viel. Zwischen Schule, Hausaufgaben und allem anderen landet dann schnell nur noch Toast, Pasta oder Pommes auf dem Teller. Pflanzlich ja, aber die Nährstoffe bleiben auf der Strecke.
Und dann gibt es die Mütter, die sagen: „Okay, lass uns gemeinsam schauen, wie wir das gut machen.“ Die behalten den Überblick. Das Kind fühlt sich ernst genommen, nicht bekämpft. Aus dem Streitthema wird eine gemeinsame Aufgabe.
Du ahnst, welche Variante langfristig besser funktioniert
Was du heute machen kannst
Frag dein Kind einfach: „Was ist dir daran wichtig?“
Tierliebe? Eine Doku, die hängen geblieben ist? Eine Freundin, die das auch macht? Der Grund verändert oft mehr, als man denkt. Und dann: nicht alles auf einmal lösen wollen. Heute geht es nicht um den perfekten Speiseplan. Heute geht es nur darum, dass dein Kind merkt: Ich werde ernst genommen.
Wenn du magst, hol dir beim nächsten Kinderarzttermin ein Blutbild. B12, Eisen, Vitamin D. Das ist kein Drama, sondern Routine. Und es gibt dir Sicherheit, statt dass du raten musst
Wenn du Unterstützung willst
Aus genau solchen Gesprächen ist mein 14-Tage-Begleitguide entstanden: „Hilfe, mein Kind will vegan!“
Kein dicker Wälzer, kein Ratgeber, der in der Schublade verschwindet. Sondern ein digitaler Begleiter für 14 Tage, jeden Tag fünf bis zehn Minuten. Mit Wissensimpuls, Reflexionsfrage und einem kleinen Schritt für den Alltag. Für die meisten Mütter ist das genau das, was sie brauchen. Das tägliche Wissen, die Klarheit, praktische Werkzeuge für Gespräche, die du sofort nutzen kannst. Bei sehr speziellen Themen wie Allergien, medizinischen Vorgeschichten oder Säuglingsernährung gehört dein Kinderarzt ans Steuer, nicht ein Online-Guide.
Damit du dein Kind sicher begleiten kannst, ohne dich selbst zu verlieren.
Der Guide kostet regulär 39 Euro. Als Leserin von mama-brennt bekommst du ihn für 29 Euro mit dem Code „MAMABRENNT“ beim Checkout
👉 Hier geht’s zu allen Infos: https://www.oliverhaas1977.de/elternguide/
Zum Schluss
Du brauchst nicht alles perfekt zu machen. Wichtig ist nur, ruhig zu bleiben, nachzufragen und den Überblick zu behalten. Den Rest klärt ihr Schritt für Schritt. Vielleicht nicht heute. Vielleicht nicht diese Woche. Aber bald.
Ach, und übrigens: Es gibt auch eine vegane Spaghetti Bolognese, die richtig gut schmeckt. Mit Linsen statt Hackfleisch. Probiert es mal gemeinsam aus, könnte ein schöner erster Schritt sein.
Alles Liebe,
Oliver Haas
Erfahre mehr über Oliver Haas
Oliver Haas ist zertifizierter Ernährungsberater und Gewichtscoach. In seiner Hauptarbeit begleitet er Frauen 40+ dabei, mit pflanzlicher Ernährung Heißhunger und Stressessen zu überwinden. Diesen Guide hat er entwickelt, weil das Thema „Kind oder Teenager will vegan werden“ in Gesprächen mit Müttern und in seiner Skool-Community immer wieder auftaucht. Mehr von ihm findest du auf seiner WEBSITE (Link hinterlegt), auf LinkedIn und in seiner kostenlosen Community Vegan leben.
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