Entgiften ohne Fasten – Detox mal anders

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Gastbeitrag von Nicole

Heute gibt es einen Gastartikel von Nicole Hoffmann, einer Kooperationspartnerin von mir.

Nicole könnt ihr bald in einem Podcast-Interview mit mir und einem Workshop näher kennen lernen. Bis es aber soweit ist, dürft ihr euch von Nicoles Wissen über Entgiftung und Detox.

Ich wünsche euch allen viel Freude und neue Erkenntnisse beim Lesen und bedanke mich bei Nicole für die Bereitstellung dieses Beitrages.

 

 

Detox – Fasten oder Entgiftung?

Detox heißt auf neudeutsch „Entgiftung“. Gerade in der Fastenzeit hört man diesen Begriff sehr häufig. Die meisten Menschen fasten nicht um abzunehmen, sondern um zu entgiften.

Aber hat Entgiftung immer was mit Fasten zu tun? Nein. Entgiften kann (und sollte) man auf vielen unterschiedlichen Ebenen.

Die Schulmedizin steht der “Entgiftung” skeptisch gegenüber. Sie behauptet, dass sich der Körper über seine Entgiftungsorgane (Leber und Niere) von allein entgiftet.

Es stimmt, dass über Leber, Niere, Haut und Urin Schadstoffe herausgefiltert und entsorgt werden.

Dennoch ist es aus naturheilkundlicher Sicht sinnvoll, den Abbau von Schadstoffen, durch verschiedene Detox-Maßnahmen einzuleiten und durch eine ganzheitliche Durchführung zu unterstützen.

Ganzheitliche Entgiftung

So ist ein ganzheitliches Detox-Programm nicht nur auf die Ernährung beschränkt. Auch andere Lebensbereiche wie soziale Beziehungen, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement werden unter die Lupe genommen und – falls nötig – verändert.

Gesundheit ist ein Prozess, kein Zustand. Um seine Gesundheit muss man sich dauerhaft und fortwährend kümmern. Für ein aktives, vitales und gesundes Lebensgefühl ist es ratsam, seinen Körper täglich mit ganzheitlichen Maßnahmen zu unterstützen:

  1. Wichtig ist, dem Körper ausreichend Basen zur Verfügung zur Stellen, um eine Übersäuerung zu vermeiden, die zu zahlreichen chronischen Krankheiten oder Autoimmunerkrankungen führen kann. Deshalb ist eine Umstellung auf weitgehend pflanzlich-vollwertige Kost sehr sinnvoll.
  2. Tierische Produkte, vor allem aus konventionellem Anbau, möglichst meiden bzw. stark einschränken, denn sie sind starke Säurebildner.
  3. „Leere“ Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte (Brot, Kuchen, Gebäck, Nudeln, weißer Reis) durch Vollkornvarianten ersetzen, denn auch sie sorgen für eine Säureflut in unserem Körper und belasten zudem die Bauchspeicheldrüse.
  4. Auf industriell stark verarbeitete Speisen verzichten (Fertigsoßen, Fertiggerichte, Tiefkühlgerichte, Süßigkeiten, Knabbereien)
  5. Zucker und Milchprodukte nur in geringen Maßen, zu Anfang der Entgiftung ganz streichen. Ausführliche Gründe dafür findest Du in meinen Artikeln.

Genuss und Stress

  1. Auch Genußmittel wie Koffein, Alkohol und Nikotin sind zu Beginn einer Entgiftung komplett zu meiden. Die Wiedereinführung bzw. die Menge an Genussmitteln sollte dann gut überlegt sein. Oft fühlt man sich nach einer Entgiftung so gestärkt, dass eine Wiederaufnahme von z.B. täglichen Zigaretten nicht mehr erwünscht wird.
  2. Stress meiden. Stress wirkt genauso säurebildend wie die falsche Ernährung. Daher sollte generell, aber vor allem in der Entgiftungsphase, auf die nötige Entspannung geachtet werden. Meditation, Yoga, Atemübungen etc. sind hilfreiche Techniken.
  3. Tägliche Bewegung. Der Abtransport von Schlacken durch den Lymphfluss funktioniert nur durch Bewegung, denn das Lymphsystem hat keine eigene Pumpe wie der Blutkreislauf. Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen etc. vor allem an der frischen Luft unterstützen die Entsäuern und Entgiftung über die Haut und die Atemwege.


Schlaf – Elektrosmog und Sonstiges

  1. Ausreichend Schlaf. Wie wichtig ausreichend Schlaf für unsere Gesundheit ist, kannst Du in zahlreichen meiner Artikel nachlesen. Die Leber entgiftet vor allem im Schlaf, daher sind (sofern möglich), mindestens 7 Stunden Schlaf täglich äußerst wichtig.
  2. Digitales Detox. Internet, Fernsehen, Soziale Medien, Informationsflut, ständige Erreichbarkeit. Der bewußte und reflektierte Konsum digitaler Medien wirkt sich nachweislich positiv auf die allgemeine Gesundheit aus. Vor allem die letzte Stunde vor dem Schlafen gehen sollte nach Möglichkeit medienfrei gestaltet werden.


Detox in der Küche

Bei der Umstellung auf eine entgiftende Lebensweise ist der Kopf am wichtigsten! Betrachte den Prozess nicht als Strafe, weil Du auf etwas verzichten sollst. Betrachte stattdessen die Lebensmittel, die Du neu hinzubekommst als Geschenk. Dein Speiseplan besteht aus einer unendlichen Vielfalt von:

  1. Gemüse. Jedes Gemüse, das Dir in den Sinn kommt: Brokkoli, Blumenkohl, Fenchel, Zucchini, Karotten, Auberginen, Grünkohl, Mangold, Paprika, alle Salatsorten, rote Beete usw. Wenn Du nicht an Rohkost gewöhnt bist, das Gemüse am besten leicht gedämpft genieße”.
  2. Kräuter. Jeder frische Kräutertopf, der Dir in die Quere kommt: Basilikum, Schnittlauch, Dill, Rosmarin, Petersilie, Koriander, Oregano, Minze. Das pappt jedes Gericht auf, versorgt Dich mit reichlich Chlorophyll und verringert den Bedarf an Salz.
  3. Obst: Jede Obstart, am besten in Bio-Qualität. Achte hier aber auf den hohen Fruktoseanteil. Mehr als drei Portionen Obst pro Tag sollten es nicht sein. Wie wäre es mit jeder Art von Beeren? Der glykämische Index in Beeren ist gering, hier kannst Du großzügig sein. Und natürlich Äpfel, Birnen, Bananen, Kiwis, Mango, Ananas, Zitronen…

Weitere Zutaten der Detox-Küche

  1. Hochwertige Fette: Kokos-, Oliven-, Leinöl, Hanföl, Kürbiskernöl, Ghee (geklärte Butter). Warum Du auf keinen Fall auf gesunde Fette verzichten solltest, kannst Du in diesem Artikel nachlesen.
  2. Sprossen, Keime, Nüsse, Samen und Kerne als hochwertige Nährstofflieferanten zum Snacken oder über Müsli und Salat gestreut. Wie Du ganz einfach Deine Sprossen selber ziehen kannst, erkläre ich Dir in diesem kurzen Video.
  3. Natürliche Süßungsmittel wie Honig, Ahornsirup oder Mönchsfruchtzucker. Künstliche Süßungsmittel sind nicht zu empfehlen
  4. Gewürze wie Kurkuma, Chili, Ingwer, Kümmel, Kreuzkümmel, Curry, Meersalz, Pfeffer, Zwiebeln, Paprikapulver liefern zusätzliche Nährstoffe und machen jedes Gericht zu einem Gaumenschmaus.

  1. Beilagen aus Kartoffeln, Süßkartoffeln, Naturreis, Hülsenfrüchten (Linsen, Erbsen, Bohnen), Couscous oder glutenfreien Lebensmitteln wie Quinoa, Hirse, Amaranth, Buchweizen helfen Dir, eine sättigende Mahlzeit zu zaubern.
  2. Getränke: stilles Wasser, Ingwerwasser, Zitronenwasser, Kräutertees, grüner und weißer Tee sind wunderbare Durstlöscher. Verzichte auf kohlensäurehaltige, aromatisierte und/oder zuckerhaltige Getränke.
  3. Auch Smoothies sind als Mahlzeiten-Ersatz sehr empfehlenswert. Ersetze eine Mahlzeit z. B. das Frühstück oder das Abendessen durch einen nährstoffreichen Smoothie. Quält Dich der kleine Hunger zwischendurch? Dann kann Dich ein nahrhafter Smoothie davor bewahren, zu ungesunden Snacks zu greifen.

 

Ein Detox – Tag (könnte so aussehen)…

Morgens:

Nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser mit frisch gepresstem Zitronensaft trinken (zur Anregung der Darmfunktionalität und Stärkung des Immunsystems).

  1. Vor der Dusche Trockenbürsten und danach kalt-warme Wechselduschen (zur Anregung des Kreislaufs)
  2. Warmer Buchweizen-Porridge mit etwas Obst

Bis zum Mittagessen viel trinken (Ingwerwasser, Kräutertee, stilles Wasser)

Mittags:

  1. Salat-Tacos mit vegetarischem Chili (Rezept verlinkt)
  2. Bis zum Abendessen viel trinken (Ingwerwasser, Kräutertee, stilles Wasser)

Abends:

  1. Suppe (z. B. Kürbissuppe, Zucchinisuppe, Brokkolisuppe…)
  2. Alternativ: Smoothie

Um die Verdauung zu unterstützen, kann die Einnahme von Flohsamenschalen-Pulver sinnvoll sein. Hier handelt es sich um wasserlösliche Ballaststoffe, denn sie quellen im Darm und unterstützen somit die Darmtätigkeit. Hierfür nimmt man einen TL morgens mit einem großen Glas Wasser auf nüchternen Magen ein. Auch eine Stunde vor dem Abendessen ist ein TL Flohsamenschalenpulver mit einem großen Glas Wasser sinnvoll.

Ganzheitlichkeit

Die Ganzheitlichkeit ist wichtig

Wie Du siehst, sind Lebensmittel aus der Detox-Küche vielfältig und in den Kombinationsmöglichkeiten unendlich. Iss Dich satt an den oben genannten Zutaten, esse langsam und mit Genuss, das erhöht Dein Sättigungsgefühl und Deine Achtsamkeit.

Aber die Ernährung ist nur eine Säule der ganzheitlichen Gesundheit. Achte auf Deine Umgebung, Dein soziales Umfeld, Deinen Schlaf, Deine Bewegung, Dein Stresslevel.


Innen und Außen

Genieße den langsamen, sanften Prozess der inneren Reinigung. Spüre, wie Dein Körper sich von Altlasten befreit und Platz für Neues schafft. Er wird Dich belohnen mit mehr Energie, einem vitaleren Organismus, gestärktem Immunsystem, einem strahlenden Hautbild und vielem mehr.

Ich wünsche Dir sanften Zugang zur entgiftenden Lebensweise,

Deine Nicole

Du willst direkt auf die Website von Nicole? Dann klicke bitte HIER.

 

Termin mit Nicole

Umstellung kann manchmal überwältigend erscheinen. Veränderungen brauchen Zeit und es geht leichter mit Hilfe.

Benötigst Du Unterstützung, weil Du nicht weißt, wie und wo Du anfangen sollst? Dann vereinbare gleich einen kostenlosen Termin mit mir und wir reden darüber. Du möchtest lieber alleine loslegen? Dann ist mein 3-Tage-Detox-Programm für Dich genau das richtige.

Kontaktdaten:

Nicole Hoffmann | Graf-Pückler Straße 9 | 83080 Oberaudorf  | +49 171 7970349 | info@ganzodergarnich.de

Du möchtest Nicole live erleben?

Hier geht es zum Podcast von Mama-Brennt, Folge 1 – Gesundheit über den Tellerrand hinaus:

 

 

(Fotos: Pixabay.com)

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