Wirksamkeit des CBD Öls – Interview mit Anne Baumgart

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Das Thema CBD-Öl – Warum jetzt?

Das Thema CBD – Öl hat mich in letzter Zeit privat sehr beschäftigt.

Viele Umbrüche in meinem Leben (Eine Pandemie, ein Todesfall in der Familie, eine Beziehungspause, eine kranke Katze und finanzielle Einbußen durch den Lockdown) haben mir meinen Schlaf geraubt. Obwohl ich regelmäßig meditierte und auch mit Hilfe von Meditation einschlafen konnte, schreckte ich nachts immer wieder auf.

Die Überlegungen darüber, wie ich mein Leben verändern sollte und welche Herausforderungen ich wie schaffen konnte, brachten mich um den durchgehenden Schlaf und dazu, drei oder mehr Stunden mit dem “Gedankenkreisen” wach zu liegen.

Zwei, drei Meditationen später schlief ich zwar wieder ein, war aber am nächsten Tag wie gerädert. Dann stolperte ich über das Thema Cannabis und später über das CBD-Öl, das keine oder nur wenige Anteile THC besitzt.

 

Die Informationsflut war unübersichtlich

Ich muss zugestehen, dass ich trotz meiner Weiterbildungen ein bisschen überfordert war. Deswegen suchte ich bei der Heilpraktikerin Anne Baumgart aus München Rat. Wie sie mir geholfen hat und wie es mir dann erging, gibt es in einem Blogbeitrag am Sonntag zu lesen. Heute aber gibt es ein Interview mit Anne Baumgart, das hoffentlich auch Ihre Fragen, liebe LeserInnen, beantwortet.

Anne Baumgart

 

Interview mit Anne Baumgart:

Über Anne Baumgart und ihre Leistungen

Deborah: Liebe Anne, vielen Dank, dass Du Dir Zeit für das Kurzinterview genommen hast. Du bist Heilpraktikerin und arbeitest in einer eigenen Praxis in München. Wie lange bist Du bereits in Deinem Beruf tätig?

Anne: Liebe Deborah, ich freue mich sehr über deine Einladung zu diesem Interview, danke dir. Als Heilpraktikerin in eigener Praxis bin ich seit 2015 tätig, zuerst in Teilzeit. Bereits während meiner Heilpraktiker-Ausbildung habe ich jeweils eine Zeitlang in einer Arztpraxis in Großhadern, einer Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin in Landsberg und einer Naturheilpraxis in Pasing hospitiert. Vollzeit arbeite ich als Heilpraktikerin seit diesem Sommer.

TCM und Akupunktur

Deborah: Du bietest TCM und Akupunktur an. Welches waren die Gründe für Dich, Dich genau auf diese Themengebiete zu spezialisieren?

Anne: Andere Länder und Kulturen haben mich schon immer fasziniert, vor allem der asiatische Raum. In meiner Heilpraktiker-Tätigkeit war es mir von Anfang an wichtig, nicht eine Art Bauchladen für diverse Naturheilweisen anzubieten, sondern meine Patientinnen und Patienten mitzunehmen in eine neue, umfassende Lebensphilosophie. Ein System, das sie dort abholt, wo sie gerade stehen, und ihnen die Möglichkeit gibt, alle Bereiche ihres Lebens neu zu beleuchten und zu erfahren, um so eine wirklich nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensqualität zu erreichen.

Zu den großen Gebieten der Naturheilkunde zählen etwa das Ayurveda, die Traditionelle Europäische Naturheilkunde und eben die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM.

Was mich letztendlich zur TCM gebracht hat, war ein langes Gespräch auf einer Party mit einem sehr erfahrenen Heilpraktiker über die Daoistische Weltsicht, die hervorragende Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Heilpraktikern, QiGong- und Tai Chi-Lehrern sowie Tuina-Therapeuten und Ernährungsberatern weltweit. Ein weiteres Kriterium für mich war und ist, dass insbesondere die Akupunktur sehr gut wissenschaftlich erforscht und bei mehr als 22 Diagnosen als hoch wirksam gilt.

Weitere Leistungen in der Praxis von Anne Baumgart

Deborah: Welche weiteren Leistungen kann ich als Patient bei Dir noch bekommen?

Anne: Zwar ist mir, wie gesagt, ein stimmiges, umfassendes Therapiekonzept wichtig, vor allem bei manifesten Erkrankungen. Dies hilft mir, bei meinen Patienten mess- und nachvollziehbare Verbesserungen festzumachen oder die Therapie gegebenenfalls neu zu justieren. Doch möchte ich vermeiden, indoktriniert oder engstirnig zu werden, und halte deshalb meine Augen und Ohren gerne offen für neue Erkenntnisse, Ideen und Herangehensweisen der Naturheilkunde.

So biete ich neben Akupunktur und Kräuterheilkunde auch Bewegungstherapie in Form von Yoga und bald auch QiGong an, spezielle manuelle Formen der Wirbelsäulen- und Kiefergelenks-Behandlung sowie verschiedene Massage-Techniken. Außerdem liebe ich Musik und Klang, weiß um deren heilsame Wirkung und kann dich als Selbstzahlerin somit auch gerne mit Stimmgabeln, Klangschalen, Gong und meiner Leier verwöhnen.

 

Anne und das CBD-Öl

Deborah: Jetzt kommen wir zum Thema CBD-Öl. Dieses Öl war es auch, was uns beide zusammenbrachte. Ich hatte Rat gesucht und ihn bei Dir gefunden. Meine ersten Erlebnisse mit dem CBD Öl werde ich im Nachgang unseres Interviews in einem separaten Blogbeitrag am kommenden Sonntag auch kurz beschreiben.

Anne: Ja, genau. Ich bin schon sehr gespannt auf deinen Erfahrungsbericht!

Deborah: Den gibt es am kommenden Sonntag zu lesen. Jetzt aber zu Dir, liebe Anne. Meine erste Frage ist simpel: Was ist CBD eigentlich?

Anne: CBD steht für Cannabidiol. Das ist die nicht-berauschende Komponente der Hanf-Pflanze. Der Wirkstoff wird bei uns hauptsächlich aus dem Cannabis sativa, dem Nutzhanf, gewonnen. CBD hat ein sehr breites Wirkspektrum, unter anderem gilt es als schmerzstillend, entzündungshemmend und schlaffördernd.

Anne Baumgarts Erfahrungen mit dem Öl

Deborah: Wann und vor allem warum hast Du Dich entschieden, mit dem CBD Öl zu arbeiten?

Anne: Am Rande gehört und gelesen hatte ich davon schon einige Zeit. Auf CBD-Öl zur Gesundheitsförderung und Therapieunterstützung aufmerksam wurde ich dann Ende 2019, Anfang 2020, als ich Proben davon angeboten bekam. Dann Anfang der Corona-Krise und des Lockdowns lernte ich über Social Media eine Kollegin kennen, auch Schmerztherapeutin, die bereits richtig fit auf diesem Gebiet war.

Deborah: Hast Du zunächst selbst durch Eigenanwendung Erfahrungen damit gesammelt? Wie würdest Du diese beschreiben?

Anne: Vieles, was ich bei meinen Patienten anwende oder ihnen empfehle, probiere ich zunächst selbst aus. So auch das CBD-Öl. Ich hatte auch einen triftigen Grund zur Einnahme: Seit gut 14 Jahren, seit der Geburt meiner Tochter, hatte ich teils massive Probleme mit dem Durchschlafen. Oft lag ich mitten in der Nacht gute ein bis zwei Stunden wach. Meine zwei nachtaktiven Katzen haben die Sache nicht besser gemacht. (lacht) Und als es dann in meiner Teilzeit-Festanstellung unangenehm und stressig wurde, habe ich wirklich gelitten. So kam das CBD-Öl gerade zum richtigen Zeitpunkt. Und es wirkte quasi sofort. Ich weiß noch, was für ein himmlisches Gefühl es war, erstmals seit Jahren wieder durchschlafen zu können.

 Deborah: Ja, das kann ich sehr gut aus eigener Erfahrung verstehen. Hattest Du auch „Nebenwirkungen“ bei der Anwendung?

Anne: Ja, tatsächlich blieben die nicht aus. Es ist bekannt, dass CBD oft zu Anlaufschwierigkeiten beim Aufstehen führt, und das habe ich auch so erlebt. In den ersten zwei, drei Wochen, bin ich schier in der Früh nicht aus dem Bett gekommen. Ich hatte aber auch das Gefühl, dass mein Körper ganz viel nachzuholen hatte. Ich kann mir vorstellen, dass Anfang des Lockdowns sehr viele Menschen ihr Schlafdefizit ausgeglichen haben.

Diese anfängliche Morgenmüdigkeit bei CBD-Einnahme ging aber schnell vorbei, sobald ich dann doch aufgestanden war. Inzwischen habe ich damit gar keine Probleme mehr. Als überraschende, aber „erwünschte“ Nebenwirkung habe ich festgestellt, dass mein Hautbild reiner wurde. Durch die Wirkbandbreite des CBD können sich tatsächlich so einige alte Baustellen quasi wie von selbst auflösen, beispielsweise auch Menstruationsbeschwerden.

Erfahrungen der Patienten mit dem CBD-Öl

Deborah: Wie lange arbeitest Du schon in Deiner Funktion als Heilpraktikerin mit den CBD-Ölen?

Anne: Zwar ist das jetzt erst seit einem guten halben Jahr. Da der überwiegende Teil meiner Patienten jedoch an Schmerzen oder Stresssymptomatik leidet, gab es jedoch schnell einige, die das CBD unterstützend zur regulären Behandlung ausprobieren wollten. 

Deborah: Wenn Du die Erfahrungen Deiner Patienten zusammenfassen könntest, was ist die Quintessenz?

Anne: Die durchschlagendste und meist erste Wirkung ist die Verbesserung des Schlafs, und es gibt kaum jemanden, der davon nicht profitieren könnte. Unterstützend bei Schmerzen und anderen Beschwerden sind die Ergebnisse nicht immer so eindeutig: Manche berichten, dass sich ein chronischer Schmerz verändert und nur langsam nachlässt, was immerhin für mich ein gutes Zeichen ist, dass sich etwas bewegt. Zusammen mit einem Patienten darf ich aber auch gerade die Erfahrung machen, dass es manchmal einfach ein bisschen dauert und es sich lohnen kann, ein paar Monate dran zu bleiben.

Funktionsweise des CBD-Öls 

Deborah: Wie „funktioniert“ ein CBD-Öl?

Anne: CBD wirkt auf das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS). Das ist das größte selbstregulierende System des menschlichen Körpers. Es dient dazu, einmal in Gang gesetzte Prozesse, z. B. die Übertragung von Schmerzsignalen, wieder herunterzufahren. Dazu docken Botenstoffe (med. „Neurotransmitter“) an entsprechende Rezeptoren auf den Nervenzellen des Körpers an. Die körpereigene Produktion von Cannabinoiden (den „Endocannabinoiden“) kann gestört sein – zum Beispiel bei chronischen Schmerzen. Oft ist dann die eigentliche Ursache der Schmerzen gar nicht mehr vorhanden und das Schmerzempfinden hat sich quasi verselbständigt. Pflanzliche, über die Nahrung zugeführte Cannabinoide („Phytocannabinoide“), wie sie vor allem im Hanf vorkommen, können diese aber ersetzen und die körpereigene Produktion mit der Zeit wieder anregen.

Mittlerweile sind ca. 20 bis 50 Cannabinoid-Rezeptoren beschrieben. Deshalb ist das Wirkspektrum von CBD auch so breitgefächert.

Über ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den körpereigenen und den pflanzlichen Cannabinoiden mit den entsprechenden Rezeptoren werden zum Beispiel Schmerzempfinden, Schlaf-Wachrhythmus, Stimmungslage, Stoffwechsel, Darmgesundheit und Immunsystem reguliert.

Die Erforschung des ECS ist aber längst noch nicht abgeschlossen.

 

Wirkungsweise und Dosierung des CBD-Öls 

Deborah: Ist die Wirkung und Dosierung bei jedem gleich?

Anne: Nein, auf keinen Fall. Das jeweilige Endocannabinoid-System ist so individuell wie der Mensch selbst.

Das heißt, dass für bestimmte zugeführte Phytocannabinoide auf deinem Nervensystem eventuell gar keine oder nur wenige Rezeptoren vorhanden sind. Dies kann vor allem bei CBD-Isolaten der Fall sein. Deshalb rate ich immer zur Einnahme eines Breitband- oder Breitspektrum-CBD-Produkts, das aus der ganzen Hanfpflanze gewonnen ist. So ist die Chance wesentlich größer, dass die Phytocannabinoide, die du brauchst, auch dabei sind.

Ansonsten habe ich festgestellt, dass ein sehr sensibler Mensch, der kaum andere Medikamente oder Genussmittel einnimmt, in der Regel eine wesentlich geringere Dosierung braucht als jemand, dessen Körper eventuell schon stark chemisch belastet ist.

 

Prozentangaben beim CBD-Öl

Deborah: Was genau bedeutet diese Prozentangabe 5% bis 20%, die bei den Anbietern immer notiert wird und wonach sich auch der Preis richtet? (Je höher die Prozentzahl, desto teurer)

Anne: Der Wirkstoff CBD benötigt ein Trägeröl, im besten Fall ein mittelkettiges Triglycerid wie Kokosöl. Die Prozentangabe bezeichnet den Wirkstoffgehalt pro Volumen des Endprodukts. Ich weiß nicht, warum sich diese Prozent-Angabe eingebürgert hat. Ich selbst bevorzuge die Angabe in Milligramm pro 100 ml, so wie das für verkehrsfähige Medikamente, Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel üblich ist. Man würde ja jetzt auch kein 5-prozentiges Vitamin C oder Aspirin kaufen.

Deborah: Lach! Da hast Du Recht!

Anne: Darüber hinaus sind entsprechend der EU Novel Food Novelle CBD-Produkte ab 5% und höher eigentlich auch nicht erlaubt. Aus diesem Grund haben zum Beispiel viele Drogeriemärkte ihre CBD-Öle wieder aus dem Sortiment genommen.

Manche Hersteller von hochprozentigen CBD-Ölen deklarieren ihre Produkte inzwischen als Aromaöl oder nur für die kosmetische bzw. äußerliche Anwendung. Als seriöse Therapeutin würde ich ein solches Öl niemals zur inneren Anwendung empfehlen.

Der THC-Anteil bei den Ölen 

Deborah: Ist im CBD-Öl auch ein THC-Anteil enthalten? Wie hoch darf dieser sein, damit ich das CBD-Öl als normaler Verbraucher legal kaufen kann?

Anne: Der erlaubte THC-Gehalt liegt bei 0,2%. Es gibt allerdings auch Öle, die frei von THC sind und somit auch von Kraftfahrern, Sportlern, Kindern und auch Haussäugetieren, wie Hunden oder Katzen, eingenommen werden können.

THC ist ja der natürlich enthaltene psychoaktive, also berauschende Anteil der Cannabispflanze. Cannabis indica, der Rauschhanf oder Marihuana, enthält wesentlich mehr THC als Cannabis sativa, der Nutzhanf. Man kann den THC-Anteil mithilfe spezieller Verfahren herausfiltern bzw. hier gibt es inzwischen auch Züchtungen, bei denen der THC-Gehalt von Natur aus schon sehr gering ist.

Wichtig ist, dass jede Charge geprüft wird, denn es handelt sich ja um ein Naturprodukt, das natürlichen Schwankungen unterliegt.

 

Anwendungsgebiete des CBD-Öls 

Deborah: Wofür kann man CBD-Öle verwenden? Es gibt ja auch Salben mit CBD-Anteil, welche Wirkung habe diese? Bei welchen Leiden empfiehlst Du die Salben?

Anne: Du hast Recht, man unterscheidet zwischen innerer und äußerer Anwendung, manchmal ist beides nicht schlecht. Heilversprechen kann und darf ich natürlich nicht geben, und wie vorhin schon beschrieben, ist die Wirkung von CBD auch nicht garantiert oder für jeden Menschen gleich und gleichermaßen sinnvoll. Es gibt zudem ein paar Risikofaktoren zu beachten.

CBD als frei verfügbares Nahrungsergänzungsmittel wird gerne unterstützend bei Schlafstörungen, Migräne, Kopf- und Rückenschmerzen genommen, kann aber auch ergänzend bei Arthrose, Rheuma und Neurodermitis eingesetzt werden. Es kann zum Schutz und zur Regeneration von Nerven- und Hautzellen und zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels beitragen. Darüber hinaus kann es Übelkeit und Brechreiz lindern und als sogenannter „Radikalfänger“ gegen oxidativen Stress wirken.

In den Apotheken werden bestimmte CBD-Salben ja gerne zur Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen und bei stumpfen Verletzungen angepriesen. Aber was in der Apotheke angeboten wird, muss nicht unbedingt hochwertig sein. Auch hier würde ich mich gut beraten lassen.

Woran man gute Anbieter und Qualität beim CBD-Öl erkennt

Deborah: Wenn ich im Internet nach CBD-Ölen suche, finde ich eine große Anzahl an Anbietern. Woran erkenne ich wirklich gute Qualität?

Anne: Auf eigene Faust im Internet ist es wirklich schwierig, da in vielen Fällen wichtige Herstellerangaben fehlen oder nicht ersichtlich sind.

„Vegan“ ist jedenfalls hier kein Qualitätskriterium, sondern nur eine Marketing-Masche.

Eine gute Qualität erkennt man meiner Meinung nach vor allem daran, dass Hersteller und Herstellungsland klar erkennbar sind, dass der CBD-Anteil in Milligramm aufgeführt ist und auch sonst alle Deklarationsvorschriften für Nahrungs- bzw. Nahrungsergänzungsmittel eingehalten sind.

Wichtig ist auch, dass eine Chargennummer aufgeführt ist.

Das CBD-Öl sollte außerdem ein Breitband- oder Breitspektrum-Öl sein, das durch CO2-Extraktion gewonnen wurde, also nicht nur ein Isolat oder eine Tinktur. Dann sind nämlich auch die so wertvollen sekundären Pflanzenstoffe wie Terpene und Flavonoide enthalten, die quasi als Wirkstoff-Booster dienen.

Ich achte außerdem auf Bioqualität und darauf, dass jede Charge auf THC, Schwermetalle, Verunreinigungen und Pestizide geprüft ist.

Sofern keine Unverträglichkeit von Kokosöl vorliegt, bevorzuge ich Kokosöl als Trägeröl, denn dies sorgt dafür, dass das Mittel in der Leber schnell verstoffwechselt wird und im Körper wirken kann, ohne die Leber stark zu belasten. Wie bereits erwähnt, ist es mir auch wichtig, für die orale Einnahme nur ein Öl zu nehmen, dass auch dafür zugelassen ist.

 

CBD-Öl bei Kindern

Deborah: Kann man CBD-Öle auch bei Kindern anwenden?

Anne: Sofern das CBD-Öl wirklich THC-frei ist und man sehr vorsichtig dosiert, meiner Meinung nach ja… Manchmal kann es die Rettung sein, wenn sonst bislang nichts geholfen hat.

Ich habe erst neulich von einer Mutter gelesen, die sehr gute Erfahrungen mit einem hochwertigen CBD-Öl bei ihrer epileptischen Tochter gemacht hat.


Nebenwirkungen

Deborah: Ich habe im Netz gelesen, dass bei Überdosierungen Leberschäden die Folge sein könnten. Ab wann würdest Du als Heilpraktikerin von Überdosierung sprechen?

Anne: Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Bei einer grundsätzlich gesunden Leber ist mehr möglich, als wenn die Leber bereits vorgeschädigt ist. Wenn beispielsweise während der Einnahme von CBD über einen längeren Zeitraum starke Schläfrigkeit, Durchfall oder Appetitlosigkeit auftreten, können dies Anzeichen einer Überdosierung sein.

Individuelle Unverträglichkeiten oder unerwünschte Nebenwirkungen kann man vermeiden, indem man das Mittel von vorneherein langsam einschleicht und dann im Zweifelsfall abbricht.

Schwangere sollten gar kein CBD einnehmen, da in Zellexperimenten eine Wirkung auf die Funktion der Plazenta festgestellt wurde.

Es gibt außerdem eine Reihe von Wechselwirkungen von CBD, zum Beispiel mit Alkohol und anderen Medikamenten, wie etwa Antidepressiva, Blutdruck-senkenden Medikamenten oder Magenschutzmitteln.

Bei Schwindel und Herzrasen in Zusammenhang mit einer CBD-Einnahme ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Diese Aufzählung ist aber längst nicht vollständig, das würde den Rahmen dieses Interviews sprengen, zumal eine Festlegung sowieso schwierig ist. 

Deborah: Sollte ich als Anwender dann lieber vorher meinen Hausarzt befragen, wenn ich CBD-Öle anwenden möchte oder reicht der Besuch beim Heilpraktiker in der Regel aus?

Anne: Nimmt man bereits ein oder mehrere schulmedizinische Medikamente oder ist sich unsicher bei der Wahl eines geeigneten CBD-Produkts, sollte man auf jeden Fall Rücksprache halten.

Was den vielfältigen Nutzen von CBD zur Ergänzung anbelangt, kennt sich allerdings nicht jeder Arzt gut aus, und sicher auch nicht jeder Heilpraktiker. Ich würde einfach dazu raten, sich umzuhören und zu -schauen, wer wirklich eine Ahnung von der Materie hat und seriös arbeitet. Es gibt medizinische Arbeitskreise, die einen intensiven Erfahrungsaustausch betreiben.

Schwere Erkrankungen, wie Krebs, Parkinson, Depressionen oder Multiple Sklerose, etc. gehören auf jeden Fall in die Hände eines Facharztes.

Kauf von CBD-Ölen

Deborah: Welche Möglichkeiten habe ich als Anwender, an gute CBD-Öle ran zu kommen?

Anne: Der Markt ist tatsächlich groß und unübersichtlich. Wie gesagt, am besten fragst du jemanden, der – oder die – sich damit auskennt!

(Anne lacht)

Deborah: Liebe Anne vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview genommen hast.

Wer Dich direkt kontaktieren möchte und eine persönliche Beratung wünscht, erreicht Dich am besten über Deine Homepage oder per E-Mail?

Anne: Vielen Dank, Deborah! Sehr gerne. Am besten erreicht man mich über meine Praxis-E-Mail-Adresse info@naturheilpraxis-baumgart.com oder das Kontaktformular auf meiner Website:

www.naturheilpraxis-baumgart.com

Naturheilpraxis. Hier empfängt Sie Anne Baumgart

 

 

 

 (Fotos: Anne Baumgart, Pixabay.com)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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