Wie ich auf die Bühne kam
Nie dran geglaubt – Bühne und ich
Ich hatte nie vor, auf die Bühne zu gehen. Als Kind meinte meine Mutter einmal, ich solle doch Theater spielen und in eine Theater Gruppe gehen. Als sie mir das sagte, fühlte es sich so richtig schrecklich an. Mein Magen zog sich zusammen und Panik dominierte mein Denken und Fühlen.
Wie sollte ich auch auf die Bühne gehen, wenn ich doch zu Hause nie zu Wort kam und auch sonst nicht gesehen und akzeptiert wurde? Fast täglich hörte ich von meinem Stiefvater, ich sei dumm, dick und langsam. Und irgendwann glaubte ich auch daran. Insbesondere in der Schule wurde ich gehänselt wegen meiner oppulenten Kurven.
Ich blieb im Verborgenen und versteckte mich
Mit 17 Jahren Kleidergröße 36
Ich nahm ab und fühlte mich dennoch hässlich und dick. Die Ironie: über zehn Jahre hatte ich gehört, wie unansehnlich ich war. Und das Konzept war tief eingebrannt in meinem Kopf.
Als ich mir mit 18 Jahren einen der begehrtesten Jungen in der Schule „angelte“, fragte ich ihn, warum er sich ausgerechnet für mich entschieden hatte. Seine Antwort: Du hast einen tollen Körper. Ich konnte es nicht glauben und blieb unsicher. Nach nicht einmal einem Jahr endete diese Beziehung: Er verließ mich wegen eines Mädchens, das korpulenter war als ich. Die Ironie des Schicksals war schon eine harte Nummer.
Die Komplexe blieben – Trotz Erfolg
Ich machte Karriere, baute eine Wertpapierabteilung auf und erstellte ein DRM – Konzept für eine namhafte Anwaltskanzlei. Ich studierte abends BWL und wurde über Nacht zur Führungskraft in einem großen internationalen Modekonzern. Und trotz all dieser Erfolge fühlte ich mich klein, unansehnlich und dumm.
Die Kleidergröße wechselte ich von 36 auf 46 und dann wieder zu 38, dann 42 und wieder 46 während der Corona-Zeit. Mein Körper schien mich zu hassen. Oder hasste ich meinen Körper? So versteckte ich mich also weiter.
Mach Deine Marke zu Gold – Goldprogramm von Hermann Scherer
Ich fiel mehr als einmal. Ich riss mich zusammen und stand wieder auf. Eine Beziehung mit einem Narzissten hätte mich fast kaputt gemacht. Gerade als ich erfolgreich zu werden schien, kam Corona. Als ob das Universum, mir wirklich nichts gönnte. Wrumps! Ich hatte mich drei Jahre getraut, mich zu zeigen, so wie ich war und dann wurde ich wieder eingesperrt?
Ich saß zu Hause und war frustriert. Und dann kam die Mail von Hermann Scherer:
Mach Deine Marke zu Gold.
Gut, ich hatte den Newsletter von Hermann Scherer bis dahin immer wieder gelöscht und nie drauf geachtet, was er geschickt hatte. Ich gebe zu, bei sowas bin ich echt komisch. Manchmal abonniere ich Newsletter und weiss, dass sie irgendwann mal wirklich interessant für mich sein würden.
Ich hatte Hermann Scherer mal in Frankfurt kennen gelernt und hatte ihn einfach mal so „beobachtet“. Aber echtes Interesse an seinen Programmen hatte ich nie… Bis zu Corona.
Ich fühlte mich einsam und brauchte etwas für mein Selbstbewusstsein. Ich fühlte mich dumm, hässlich und langsam… (dieser Glaubenssatz saß wirklich tief)
Eine Buchung mit Folgen
Also buchte ich das „GOLD Programm“ von Hermann Scherer.
Die Online-Sessions öffneten mir ein neues Netzwerk mit anderen Freiberuflern und Selbständigen, die ähnlich wie ich zu Hause fest saßen und denen die Decke auf den Kopf zu fallen schien. Wir trafen uns sogar per Zoom außerhalb der Online-Kurs-Sessions von Hermann, gründeten eine Peer-Group und lernten gemeinsam mehr über Sichtbarkeit, Keynotespeaking und noch mehr.
Das Programm, das ich gebucht hatte, war sowohl online als auch offline. Nur aufgrund der Corona Regeln war es noch nicht klar, wann wir vor Ort in Mastershausen sein würden. Aber wir freuten uns alle darauf, uns endlich auch in Live zu sehen.
Hermann war informativ, erklärte uns die Welt, wie wir sie noch nie gesehen hatten und zeigte uns das Spiel „Fake it until you make it“. Ob ich das gut fand? Nun, ich persönlich pokere nicht so gut. Also habe ich entschieden, nicht zu „faken“. Dafür kam die Idee in unserer Peergroup auf, dass ich einen excellence Heldenaward, passend zu meiner Heldenakademie gründen solle. Die Idee passte zu meinen Werten. Nämlich diejenigen in der Gesellschaft zu ehren, die auch außerordentliche Leistungen bringen, wie zum Beispiel die Nachbarschaftshilfe in Ismaning und viele weitere Menschen, die keine Bühne bekommen, weil sie einfach noch „zu klein“ sind.
Hilfe! Ich muss auftreten! Auf die Bühne mit mir
Im März 2022 war es dann soweit. Eine Woche nach meinem Geburtstag packte ich den Koffer, verletzte mir den Zeh und reiste dann mit Barfußschuhen eine der weitesten Zugreisen meines Lebens nach Mastershausen. Ein Ort, dessen Namen ich vor dem Goldprogramm noch nie gehört hatte und das über eine Stunde Fahrtweg von Koblenz entfernt war.
Vier Tage waren wir vor Ort. Von morgens bis Mitternacht. Ein Programm der härtesten Klasse, wie ich es noch nie in meinem Leben erlebt hatte. Und doch waren es die besten Zeiten mit knapp 100 anderen Menschen (Corona hatte die Teilnehmendenzahl noch weit eingeschränkt).
Und dann war es bereits am ersten Tag soweit, dass ich zum „International Speaker Battle“ auf die Bühne sollte. Wie ein parallelisiertes Kaninchen zitterte ich die Treppe hoch zur Bühne und verfluchte gleichzeitig den Angsthasen in mir aus der Schulzeit. Nach zwei Minuten war es rum (es kam mir allerdings wie 20 Minuten vor) und ich zitterte die Treppe wieder hinunter. Gewonnen habe ich nicht, denn meine achtsame Geschichte wurde übertönt von einer lauten und aggressiven Speakerin, die die Menschen im Publikum antrieb. Also war auch hier die Achtsamkeit fehl am Platz? … Nun, es kommt drauf an, wer mit dir auf der Bühne steht.
Am dritten Tag gab es einen neuen Versuch: Dieses Mal hatten wir vier Minuten und ich hatte meine eigene Geschichte parat und stand alleine auf der Bühne. Jetzt war das Zittern nicht mehr so schlimm und ich war klar in meiner Story. Es war meine Geschichte und im Geschichtenerzählen war und bin ich immer noch die Beste. Das hatte ich in diesen Tagen gelernt.
Wenn die Bühne zum Wohlfühlort wird
Es blieb nicht bei diesem einen Auftritt. Ich trat weitere Male danach auf: Unter anderem auch auf dem me2we Congress von Sabina Kocherhans (2024), bei Melanie Hauptmanns auf ihrer Gala und bei Moby und auch beim Feuerwerk der Gedanken in 2023. Im September diesen Jahres trete ich dann in Worms auf.
Viele Jahrzehnte hatte ich geglaubt, ich müsste leise sein und hätte nichts zu sagen. Jetzt weiss ich: Ich habe sehr wohl einiges zu erzählen und kann Menschen motivieren und inspirieren. Der Weg zur Bühne hatte viele Jahrzehnte gedauert. In 2024 hatte ich sogar Improtheater in Ismaning gespielt weil es mir so gut gefiel. Ich hatte wirklich sehr viel Spaß und Freude dabei. Manchmal überlege ich, was wohl passiert wäre, wenn ich als Kind doch auf meine Mutter gehört hätte.
Es gibt viele Geschichten, die erzählt werden dürfen und auch erzählt werden müssen. Damit andere Menschen Hoffnung finden und Möglichkeiten entdecken. Damit wir auch auf Themen aufmerksam machen können, die in der Welt und in der Gesellschaft nicht in Ordnung sind.
Die Bühne ist für mich nicht der Ort, an dem ich mich in den Mittelpunkt stelle, sondern der Ort, an dem ich viele Menschen erreiche, die sich mehr Mut und Inspiration wünschen, um ihre eigene Reise antreten zu können.
Ein Verlag für Geschichten, die geschrieben werden dürfen
Nicht jede Geschichte schafft es auf die Bühne. Manche Geschichten wollen aufgeschrieben werden. In Sachbüchern, Ratgebern oder in Romanen. Dafür habe ich in diesem Jahr den Kuntur-Verlag gegründet. Und das erste Buch kommt im Juli / August 2025 auf den Markt. Wenn Du mehr erfahren willst: abonniere unbedingt den Newsletter des Verlages. Die AutorInnen haben wirklich ganz besondere Geschichten zu erzählen und Wissen zu vermitteln.
Hast du auch eine Geschichte?
Wenn du eine Geschichte erzählen willst, dann melde dich bei mir. Ich berate dich, ob das GOLD Programm von Hermann Scherer* wirklich das Richtige für dich ist oder ob du vielleicht erstmal einen anderen Weg gehen solltest. Denn mein Weg muss nicht auch dein Weg sein.
Buche HIER gerne ein Erstgespräch. Ich unterstütze dich gerne auf deiner neuen HeldInnenreise. Zu Wachstum, zur Sichtbarkeit und mehr Authentizität. Und für mehr Aufklärung in dieser Welt.
*Affiliatelink (ich freue mich auf deine Unterstützung, damit ich diesen Blog weiter führen kann)
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