Endlich Mama, und nun? – zum Muttertag

Endlich Mama! Ihr Baby ist da und … es ist alles anders als Sie erwartet haben?

Demnächst ist Muttertag und auch Ihr Tag, auch wenn Sie gerade erst entbunden haben.

Seien wir ehrlich. Sie sind die Powerfrau schlechthin. Sie haben Abitur gemacht, danach haben Sie vielleicht sogar noch studiert. Nach erfolgtem Studium oder Berufsausbildung haben Sie mit Ihrer Karriere begonnen und konnten sich als Frau in unserer von Männern dominierten Gesellschaft behaupten. Sie sind vielleicht sogar noch in eine Führungsposition gekommen. Ohne Sie lief der Laden nicht…rund.

Mr. Big oder ich nenne ihn lieber Mr. Dreamy …

Und dann kam er: Mr. Dreamy. Er hat Sie verzaubert, Ihnen wunderbare Dinge versprochen, sie haben sich verstanden, die Schmetterlinge im Bauch haben die ersten sechs Monate überlebt und nach vielleicht zwei oder drei oder mehr Jahren haben Mr. Dreamy und Sie beschlossen, dass es Zeit für eine Familie ist. Sie haben geheiratet und mit der Familienplanung begonnen. Und Sie haben weiter gearbeitet, weiter geleistet und Ihr Leben genossen.

 

Der glücklichste Moment …

Ihre Regel blieb aus? Sie haben den Schwangerschafts-Test gemacht und Ihren Schatz mit der wunderbaren Neuigkeit beglückt. Ja, ein Baby ist unterwegs. Und weil es Ihr erstes ist, sind Sie euphorisch und haben noch keinen Plan, was auf Sie zukommt. Natürlich wird alles vorgeplant, organisiert und genau so wie im Büro terminiert. Apropos Büro … Da war doch noch was?

 

Die Bombe im Büro…

Oder wie die Karrierefrau ihrem Chef beibringt, dass sie nicht mehr lange da ist? Ja, genau solche Gedanken sind Ihnen wohl durch den Kopf geschossen. Sie haben Ihren ganzen Mut zusammengepackt, inklusive der Hoffnung, dass Ihr Job nach der Entbindung immer noch da ist, auch wenn Sie ihn in ein paar Monaten verlassen werden und in Elternzeit gehen.

Dass das Gespräch zwei mögliche Optionen hat, ist Ihnen klar. Entweder Ihr Vorgesetzter freut sich mit Ihnen und ist selbst Vater und natürlich auch bereit, Ihren Arbeitsplatz Ihnen genau so wieder zu geben, wie vor der Elternzeit (natürlich mit flexiblen Arbeitszeiten und möglicher Weise auch Homeoffice) oder Ihr Vorgesetzter ersetzt Sie klammheimlich und hat Sie bereits abgeschrieben.

Wenn Ihr Vorgesetzter zur ersten Kategorie gehört: Gratulation, liebe Mutter! Sie haben den Jackpot! Behalten Sie ihn und schätzen Sie sich glücklich. Aber lesen Sie trotzdem weiter, denn möglicher Weise ist für Sie eine neue Option nach der Mutterschaft aus einem inneren Antrieb heraus nötig …

Gehört Ihr Vorgesetzter allerdings zu Kategorie zwei, dann ist Plan B angesagt!

Nach der Entbindung

Ihr Baby ist da! Freuen Sie sich! Dieses wunderbare Geschöpf ist ein Wunder und ich weine heute noch, wenn ich an meinen Sohn denke, den ich als Baby im Arm halten durfte.

Der Babyduft, die schönen Augen, das bedingungslose Vertrauen Ihres Babys und die bedingungslose Liebe auf beiden Seiten. Unschätzbar kostbar und einzigartig. Als Mutter eines Sohnes, der inzwischen im Teenager-Alter steckt,  kann ich Ihnen raten: Genießen Sie diesen Moment und nehmen Sie die Rolle als Mutter an.  Lösen Sie sich von Ihrem verständnislosen Vorgesetzten, lösen Sie sich von Karrierewünschen, nehmen Sie Ihre Aufgabe als Mutter als gegeben. Ihr Baby hat nur Sie und Sie sind verantwortlich für sein heutiges und auch späteres Wohl. Wie wichtig die ersten zwei Jahre im Leben Ihres Babys sind, werde ich in einem anderen Beitrag schreiben.

Plan B, oder was können Sie vorbereiten?

Jetzt ist es aber so, dass Sie sich trotzdem Gedanken um Job und Zukunft machen. Dahinter stecken Ihre persönlichen Stressverstärker. Sie sind Perfektionistin und haben nicht umsonst so viele Jahre Kraft und Arbeit in Ihre Karriere gesteckt.  Die täglichen Herausforderungen mit Windeln, Herd, Wäsche und schreiendem Baby haben sicher kein Studium benötigt. Und irgendwie hängen Sie noch im alten Leben fest.  Jetzt ist es Zeit für Plan B!

Der Plan B beginnt zunächst einmal mit einer besonderen Aufgabe:

Das Annehmen Ihrer jetzigen Situation, die sich die nächste Zeit nicht verändern wird: Sie sind nun Mutter!

Als Mutter verändert sich Ihr Wesen. Auch wenn Sie es nicht zugeben wollen oder können … es ist definitiv so. Ihre Hormone haben da einen ausschlaggebenden Anteil darauf und Sie, trotz Ihres „Powerfraudaseins“ keinen Einfluss auf Ihre Hormone. Noch dazu ist da ein kleines Wesen, das Ihre Welt auf den Kopf stellt. Es wirft Ihre Pläne um, stellt Sie vor organisatorischen Herausforderungen und vor Momenten, die Sie lieber nicht erleben würden. Wenn Sie stillen, nehmen Ihre Brüste ungeahnte Dimensionen an, verbunden mit Schmerzen, die Sie nur annähernd ahnen lässt, was so eine Milchkuh durchmacht.  Und wer gesehen hat, wie sich ein Baby übergibt, weiß, woher der Autor die Idee für den Film Poltergeist hatte.

Sobald Sie Ihre neue Rolle angenommen haben, werden Sie feststellen, dass vieles plötzlich entspannter ist. Und wahrscheinlich auch, dass Sie beginnen, Ihre vorherige Karriere in Frage zu stellen.

 

Hier kommen Sie als Frau und Mutter …

Gerade die Elternzeit ist die beste Zeit zur Reflexion und Ressourcenarbeit.

Nehmen Sie sich Zeit für sich, vereinbaren Sie Auszeiten für sich und lassen Sie auch Mr. Dreamy, der nun Papa ist, in den Genuss kommen, ebenso etwas für das kleine Wunder zu leisten. Er wird es natürlich nicht so machen, wie Sie. Aber das ist völlig okay, glauben Sie mir. Während dieser Auszeiten können Sie ausruhen und sich um sich und um Ihre Zukunft kümmern.

Vielleicht buchen Sie ein Coaching mit mir? Ich bin auch Mutter und kenne Ihre Sorgen. Gerne können wir auch Abends einen Termin vereinbaren, um Sie mit Ihrer neuen Rolle als Mutter vertraut zu machen und Ihre noch ungeahnten Ressourcen und unbekannten Werte zu entdecken.

Wer nun den tollen Vorgesetzten hat, steht aber ebenso vor einer neuen Herausforderung: Nämlich der, zu erkennen, ob der Weg so bleiben soll oder ob Sie, die nun Frau und Mutter sind, vielleicht eine neue Sicht entdecken wollen.  Lassen Sie es zu. Bleiben Sie dabei entspannt. Sie können nur gewinnen und ihr Baby auch.

Ein Beitrag zum Muttertag

Diesen Blogbeitrag möchte ich gerne mit einem schönen Zitat zum Thema Mutter beenden:

„Eine glückliche Mutter ist für die Kinder lehrreicher als hundert Lehrbücher über Erziehung.“

Und genau so ist es. Wenn die Mutter glücklich ist, sind es ihre Kinder auch. Also, liebe Mütter, wenn Sie an Ihre Kinder denken, vergessen Sie dabei nicht, Ihr eigenes Glück im Auge zu behalten.

 

(Fotos: Pixabay.com)

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